Kulturdenkmale

Ein Kulturdenkmal ist ein durch Rechtskraft geschütztes Objekt und hat neben dem identit?tsstiftenden Aspekt einen Zeugniswert für die Architektur-, Kunst- und Heimatgeschichte sowie für die Wissenschaft. Je gr??er die Authentizit?t und Originalit?t, desto bedeutsamer ist auch der Aussagewert. Weitestgehender Erhalt der historischen Substanz, aber auch Material-, Werk- und Stilgerechtigkeit bei anstehenden Umbau- oder Sanierungsma?nahmen sind deshalb wichtige Anliegen der Denkmalpflege.

Kulturdenkm?ler als handverlesene Highlights in der Architekturlandschaft einer Stadt leisten einen wichtigen Beitrag zur Einzigartigkeit, Unverwechselbarkeit und Bewahrung vor Beliebigkeit.

Eine sehenswerte und erkenntnisreiche Entdeckungstour durch die Kulturstadt Mannheim lohnt sich für Einheimische und Zugereiste nicht nur am Tag des offenen Denkmals!

Beispiele:

  • Die heutigen Eigentümer des Wohnhauses B 7,5 erhielten für vorbildliche Restaurierung den Denkmalpreis 2010. Das Geb?ude wurde um 1885 von der bekannten Baufirma Joseph Hoffmann & S?hne errichtet. Das Vorderhaus bewohnte die Familie Joseph Hoffmann; im Rückgeb?ude lag der Zeichensaal dieses für Mannheim architekturgeschichtlich überaus wichtigen Unternehmens.
  • Die barocke Sternwarte wurde auf Anregung des Jesuitenpaters Christian Meyer S.J. im Auftrag des Kurfürsten Carl Theodor in den Jahren 1772-74 errichtet. Auch wenn die astronomischen und geod?tischen Instrumentarien heute im Technoseum verwahrt werden, ist sie als eines der ?ltesten Geb?ude dieser Art in Deutschland von gro?er Bedeutung für die Wissenschaft und Stadtgeschichte.
  • Die Teufelsbrücke ist die ?lteste noch erhaltene Brücke Mannheims. Sie entstand zusammen mit dem Verbindungskanal um 1875, wurde 1892-93 elektrifiziert und ist damit das ?lteste noch existierende Bauwerk Mannheims mit Stromversorgung. Als unsymmetrische Drehbrücke mit historischer noch vollst?ndig erhaltener Technik besitzt sie wegen ihrer überregionalen Einzigartigkeit einen hohen Zeugniswert.
  • Das nach Pl?nen des Frankfurter Architekten Gerhard Weber zwischen 1954 und 1957 erbaute Nationaltheater ist ein exemplarisches Dokument für den Theaterbau der Nachkriegszeit. Der Entscheidung für das Theaterbauprojekt gingen zwei Wettbewerbe voraus, zu dem u.a. auch Ludwig Mies van der Rohe Entwürfe geliefert hat. Im Mannheimer Nationaltheater wurden erstmals in Deutschland die St?tten für Schauspiel und Oper mit gemeinsamem Foyer kombiniert.
  • Jedes Jahr findet der Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September statt. Die Veranstaltung steht bundesweit immer unter einem Motto, das die Deutsche Stiftung Denkmalschutz vergibt.

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